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Das WILDE Schleswig-Holstein

in grebin.de > "GRÜNE" Themen, Widerstände, Vorhaben und Ziele zum Informieren und zum Diskutieren 14.11.2014 09:05
von Flashlight | 1.041 Beiträge

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„Das wilde Schleswig-Holstein“

Der Schutz der Tiere und ihrer Lebensräume gelingt nur dann,
wenn wir sie kennen, mögen und wieder wertschätzen lernen.




Hintergrundinformationen zu den Arten auf dem Plakat:

Rothirsch

Rothirsche sind die größten noch in freier Wildbahn lebenden Land-Säugetiere in
Schleswig-Holstein. Sie sind typische Bewohner von Wäldern und großräumig
unzerschnittenen Lebensräumen. Ihr Verbreitungsgebiet ist in mehrere Verbrei-
tungsinseln aufgesplittert, zwischen denen kaum noch Austausch besteht. Schät-
zungen gehen von einem Gesamtbestand von 1.600 bis 1.700 Tieren im Land
aus. Die Art leidet unter der massiven Lebensraumzerschneidung und der zu-
nehmenden Inanspruchnahme ihrer Lebensräume durch verschiedenste Land-
nutzer.

WOLF

Der Wolf ist ein Beispiel für eine Großtierart, die nicht durch den Verlust ihres Le-
bensraumes, sondern durch direkte menschliche Verfolgung an den Rand der
Ausrottung gebracht wurde. In Schleswig-Holstein wurden Wölfe stark verfolgt
und der vorerst letzte schleswig-holsteinische Wolf soll 1806 bei Neumünster ge-
tötet worden sein. Erst im Jahr 2007 konnte erstmals wieder ein Wolf in Schles-
wig-Holstein nachgewiesen werden.
Weiterhin zeigt das Beispiel, dass große Säugetiere gegen jede Erwartung in
stark vom Menschen veränderten Lebensräumen existieren und diese nach Aus-
schluss der direkten Verfolgung auch wieder erobern können. Die dabei entste-
henden Probleme lassen sich im Gegensatz zu früheren Prognosen vergleichs-
weise einfach lösen. Weiterhin zeigt das Beispiel, dass auch große Beutegreifer
ihren Platz in unserer Kulturlandschaft finden können, ohne eine Bedrohung für
die dort lebenden Menschen darzustellen. Zurzeit leben noch keine Wolfsrudel im
Land, die regelmäßig Junge aufziehen. Es konnten lediglich einzelne umherstrei-
fende Wölfe nachgewiesen werden.


Seeadler

Der Seeadler ist der deutsche Wappenvogel und genießt allein deshalb großes
Interesse in der Öffentlichkeit. Auch er wurde durch direkte Verfolgung und ande-
re menschliche Einflüsse (Pestizideinsatz) an den Rand der Ausrottung gebracht.
Am Beispiel des Seeadlers zeigt sich die Effizienz von Schutzmaßnahmen, wenn
die von der Art benötigten Lebensräume noch vorhanden sind beziehungsweise
wieder hergestellt werden konnten. Ende der sechziger Jahre brüteten lediglich
noch vier bis sechs Brutpaare in Schleswig-Holstein. Heute findet sich der mit fast
60 Brutpaaren und zahlreichen Nichtbrütern in Schleswig-Holstein vertretene Ad-
ler nicht einmal mehr auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Vogelarten.
Aktuell kann am Beispiel des Seeadlers demonstriert werden, wie stark lange un-
terschätzte Umwelteinflüsse jahrelange Schutzbemühungen gefährden können.
Als Art an der Spitze der Nahrungskette leiden die Tiere besonders an der Ein-
bringung von Blei in die Landschaft durch die Verwendung bleihaltiger Jagdmuni-


Seehund

Seehunde haben sich nach der Aussetzung der Jagd und der Einrichtung des Na-
tionalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer so gut erholt, dass die Popula-
tion auch regelmäßig auftretende Seuchenereignisse problemlos überstehen
kann. Darüber hinaus haben sie nach Aussetzung der Jagd ihre frühere starke
Scheu vor Menschen fast vollständig verloren und haben aufgrund der sehr guten
Bestände, die im Rahmen entsprechender Angebote durch Besucher problemlos
und naturschonend beobachtet werden können, ein großes touristisches Potential
erlangt. Zurzeit leben etwa 11.000 Seehunde im schleswig-holsteinischen Wat-
tenmeer. Während sich die Nordseepopulation so gut erholt hat, dass sie in Kürze
aus der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gestrichen werden
kann, müssen die auch ehemals in der Ostsee beheimateten Bestände als erlo-
schen angesehen werden.
Darüber hinaus belegt das Beispiel des Seehundes, dass es nicht, wie früher
häufig angenommen wurde, notwendig ist, große Beutegreifer durch den Men-
schen zu regulieren. Das Aussetzen der Jagd hatte in Schleswig-Holstein keine
negativen Auswirkungen auf andere Lebensgemeinschaften im Wattenmeer.

Fischotter

Fischotter sind typische Vertreter eines Lebensraums im Übergang vom Land
zum Wasser. Die jahrhundertelang als „Fischräuber“ extrem verfolgte Art erobert
sich nach ihrer strengen Unterschutzstellung die in Schleswig-Holstein geeigne-
ten Lebensräume wieder und kann mittlerweile überall im Land wieder angetrof-
fen werden. Aufgrund seiner großen Beweglichkeit und versteckten Lebensweise
liegen aktuell keine konkreten Bestandsschätzungen für die Art vor. Als Endglied
der Nahrungskette erfüllen Fischotter wichtige ökologische Funktion in ihrem Le-
bensraum.

Schweinswal

Schweinswale kommen in Schleswig-Holstein in den Küstengewässern der Nord-
und Ostsee vor. Letztere wurde erst vor einigen tausend Jahren besiedelt und der
genetische Austausch mit der Nordsee-Population ist gering. Schweinswale müs-
sen als Säugetiere regelmäßig auftauchen, um Luft zu holen.
In der Ostsee werden küstennahe Bereiche bis 20 m Wassertiefe bevorzugt, in
der Nordsee dringen die Tiere bis in das Wattenmeer vor. Hier jagen Schweins-
wale Fische.
Die in der Nordsee lebenden Schweinswale werden als stark gefährdet eingestuft.
Als Gefährdungsursachen werden Beifang, Lärm und chemische Belastungen
genannt.
Die von den „Nordseeschweinswalen“ genetisch verschiedenen „Ostsee-
schweinswale“ im westlichen Teil der Ostsee sind nicht besonders zahlreich und
ertrinken häufig in Fischereinetzen. Die Gesundheit der Schweinswale in der Ost-
see wird zudem durch austretende Chemikalien versenkter Munitionsreste des
zweiten Weltkrieges und durch deren Sprengung gefährdet.
Die Bestände dieser Meeressäuger sind nur schwer zu ermitteln. Im Bereich der
schleswig-holsteinischen Nordseegebiete kommen aber wesentlich mehr Tiere
vor als in den Meeresgebieten der Ostsee.


Gemeiner Stör

Störe gehören zu einer sehr alten und urtümlichen Fischgruppe. Kennzeichnend
ist neben anderen Merkmalen die asymmetrisch ausgebildete Schwanzflosse.
Ausgewachsene Tiere können bis zu dreieinhalb Meter lang und bis zu 300 Kilo-
gramm schwer werden. Störe nehmen ihre Nahrung, die aus verschiedenen
Würmern, Weichtieren, Krebsen, Mückenlarven und kleinen Fischen besteht, vom
Gewässerboden auf. Sie gehören zu den sogenannten anadromen Fischarten.
Sie werden im Süßwasser geboren und verbringen dann die meiste Zeit im Meer,
um zur Eiablage wiederum ins Süßwasser zurückzukehren.
Vor 1900 zählte der Stör in Norddeutschland zu den fischereiwirtschaftlich wichti-
gen Fischarten. Bedeutende Fanggebiete im Bereich Schleswig-Holsteins waren
die Unterelbe, die Unterläufe von Stör und Eider und das Wattenmeer. Der Fang-
ertrag in der Unterelbe lag zwischen 1840 und 1885 bei 4.000 bis 8.000 Stören
pro Jahr. Drastische Umweltveränderungen in den ehemaligen Laichgewässern
(Verlust von Laichplätzen, Sauerstoffmangel) und der dadurch ausgelöste Rück-
gang von Jungstören im Zusammenspiel mit einer schonungslosen Fischerei führ-
ten letztendlich zum Niedergang des Bestandes. Neben dem Fleisch waren ins-
besondere die Eier der Fische, die als Kaviar von Feinschmeckern besonders ge-
schätzt werden, begehrt.
Der letzte Stör in schleswig-holsteinischen Binnengewässern wurde im Jahr 1969
in der Untereider gefangen. Seitdem gilt er in Schleswig-Holstein als ausgestorben.

Aal

Aale kommen in ganz Europa, Kleinasien und Nordafrika vor. Erwachsene Weib-
chen dieser schlangenförmigen Fische können bis zu 150 cm lang und 6 kg
schwer werden, Männchen erreichen dagegen nur etwa 60 cm Länge. Allerdings
werden solche Größen nur selten erreicht. Aale sind insbesondere in der Dämme-
rung und in der Nacht aktiv. Sie ernähren sich vorwiegend von Würmern, (Klein- )
Krebsen, Insektenlarven, aber auch von Fischlaich und Fischen. Kleinfische wer-
den aktiv im freien Wasser und an der Wasseroberfläche gejagt. Aale gehören zu
den sogenannten katadromen Fischen. Sie kommen im Meer zur Welt, verbringen
dann einige Zeit im Süßwasser, um dann zur Fortpflanzung wieder in das Meer
zurückzukehren. Bis heute sind nicht alle Einzelheiten ihrer Fortpflanzungsbiolo-
gie bekannt.
In den Nordseezuflüssen kommen Aale noch häufiger vor. In den Zuflüssen der
Ostsee sowie den Seen des Östlichen Hügellandes hat der Aalbestand jedoch
stark abgenommen. Ursache hierfür ist die stark zurückgegangene natürliche Be-
siedlung der Gewässer. Die Zahl der aus dem Meer zurückkehrenden Aale ist seit
Jahren europaweit rückläufig. Der Raubbau an den Glasaalbeständen, vermehrte
Entnahme von Aalen für die Aufzucht in Aquakulturanlagen, zunehmende Belas-
tung mit Schwermetallen und Pestiziden, eingeschleppte Parasiten (Schwimm-
blasenwurm), vermehrter Bau von Kraftwerksturbinen und möglicherweise klima-
bedingte Veränderungen des Golfstromes sind die Hauptursachen für den unge-
nügenden Fortpflanzungserfolg.


Rebhuhn

Als ursprünglicher Bewohner von Steppen- und Heidelandschaften bevorzugt das
Rebhuhn in Schleswig-Holstein offene, klein strukturierte und extensiv bewirt-
schaftete Weide- und Ackerlandschaften. Notwendig ist hier ein hoher Anteil an
Brachen, Feldgehölzen und –säumen sowie ungenutzten Grabenrändern und
sonstigen wildkrautreichen Saumstrukturen.
Hohe Bestände werden in Ackerlandschaften durch artenreiche Mischkulturen
aus Gerste, Roggen, Hafer, Kartoffeln und Leguminosen erreicht. Förderlich für
das Vorkommen von Rebhühnern ist der Einsatz von Untersaaten im Getreidean-
bau und die Anlage von Brachestreifen und –flächen, da Wildkrautsamen, grüne
Pflanzenteile, Getreidesamen und Insekten für die Ernährung der Vögel ein große
Rolle spielen.
Vorkommen von Rebhühnern können als Hinweis für eine der Landschaft ange-
passte, schonende Landbewirtschaftung gewertet werden.
Der Bestand der Art wird auf etwa 7.800 Brutpaare geschätzt. Als typischer Offen-
landbewohner besiedelt das Rebhuhn in Schleswig-Holsteinvorzugweise wald-
arme Regionen. Insbesondere nördlich des Nordostseekanals kommt es relativ
flächendeckend vor.


Goldener Scheckenfalter

In Schleswig-Holstein war der Goldene Scheckenfalter einst weit verbreitet. Vor
allem im Bereich der Geest besiedelte er zahlreiche für ihn geeignete Lebens-
räume. Diese Lebensräume wurden jedoch durch intensive landwirtschaftliche
Nutzung mit Stickstoffeinträgen und Entwässerung von Feuchtflächen immer sel-
tener. In Schleswig-Holstein gibt es kein aktuelles Vorkommen des goldenen
Scheckenfalters. Seine letzten Nachweise stammen aus dem Jahr 1991 aus den
Gebieten „Binnendüne Nordoe“ bei Itzehoe und „Jardelunder Moor“ bei Flensburg.

Der Goldene Scheckenfalter ist als Leuchtturmart für andere Insektenarten mit
höheren Ansprüchen an blütenreiche Borstgrasrasen und artenreiches Feucht-
grünland zu verstehen. Das Vorkommen einer solchen Art weist darauf hin, dass
der Standort für viele andere Arten geeignet ist, da solche Leuchtturmarten sehr
hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen. Darum werden große Anstrengun-
gen angestellt, diesen schönen Schmetterling in Schleswig-Holstein wieder hei-
misch zu machen. Ab dem Jahr 2014 werden im Rahmen eines Wiederansied-
lungsprojekts mit Unterstützung der europäischen Union erstmals wieder Raupen
in Lebensräumen ausgebracht, die zuvor für die Art aufgewertet wurden.

http://www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/Startseite/LatenteThemen/Wilde_SH.html


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zuletzt bearbeitet 14.11.2014 09:11 | nach oben springen

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